Ein Drittel der europäischen Erwachsenen mietet, viele davon ihr ganzes Leben, und fast jeder Einrichtungsrat ist für Menschen geschrieben, die besitzen. Das Ergebnis ist der weitverbreitete und teure Glaube, eine Mietwohnung sei ein vorübergehender Zustand, in den zu investieren sich nicht lohnt, was Jahre in beigen Räumen mit einem Papierlampenschirm erzeugt.
Die Umdeutung, die hilft: Gib Geld für das aus, was mitkommt, und ignorier, was bleibt.
Was mitkommt
- Licht. Drei Lampen verwandeln einen Raum und kosten für gute 150 bis 400 Euro. Sie werden in deinen nächsten vier Wohnungen stehen. Das ist mit deutlichem Abstand die Ausgabe mit dem höchsten Ertrag beim Mieten.
- Teppiche. Ein großer Wollteppich bedeckt einen Boden, den du nicht gewählt hast, schluckt Schall und definiert einen Sitzbereich. Kauf eine Nummer größer als die, die richtig scheint.
- Textilien. Vorhänge, und zwar breit und hoch gehängt, nicht in der Fensternische. Eine Stange 20 Zentimeter über dem Rahmen und je 25 Zentimeter breiter an beiden Seiten lässt ein Fenster doppelt so groß wirken, und Stoff wie Stange kommen mit.
- Freistehender Stauraum. Ein gutes Bücherregal, eine Kommode, ein richtiger Kleiderschrank, wenn die Wohnung keinen hat.
- Das Bett. Ein echtes Bettgestell und eine gute Matratze statt des Polsterbetts, das im Zimmer stand.
Gib Geld für die Dinge aus, die mitkommen, und ignorier die, die bleiben. Diese eine Regel löst neun Zehntel des Mietproblems.
Die umkehrbaren Änderungen, die sich lohnen
Tausch die Lampenschirme und heb die alten in einer Schachtel auf. Wechsel die Griffe an den Küchenschränken und heb die alten auf; das dauert eine Stunde und einen Schraubendreher und verwandelt eine Küche für 40 Euro. Nutz ablösbare Klebehaken und Bilderstreifen statt Nägel. Leg eine Arbeitsplattenauflage aus Sperrholz oder Marmor über eine unschöne Küchenfläche. Bring eine selbstklebende Rückwand an, wenn die Fliesen trüb sind, und teste zuerst an einer kleinen Stelle.
Ersetz einen scheußlichen Duschvorhang und einen Plastiktoilettensitz, die beide sehr wenig kosten und unverhältnismäßig deprimierend sind. Setz einen ordentlichen Duschkopf ein, wenn die Armatur es zulässt, und heb den alten unter dem Waschbecken auf.
Mit der Vermieterin verhandeln
Frag schriftlich nach dem Streichen, und frag genau statt allgemein. Die Bitte, einen Raum in einem benannten Neutralton fachgerecht auf eigene Kosten zu streichen, mit der Zusage, ihn bei Auszug bei Bedarf wieder weiß zu hinterlassen, wird weit häufiger angenommen als eine vage Anfrage zum Renovieren. Viele Vermieterinnen stellen die Farbe, denn eine frisch gestrichene Wohnung nützt ihnen.
Dasselbe gilt für eine Regalwand, eine bessere Leuchte oder ein neues Rollo: Biete an, es dazulassen, biete an, es zurückzubauen, und schreib es in eine E-Mail, damit beide einen Beleg haben. Lange Mietverhältnisse geben dir Verhandlungsgewicht, denn eine Vermieterin mit einer verlässlichen Mieterin von vier Jahren hat großes Interesse, sie zu behalten.
Wofür man nie zahlt
Alles Fest-Eingebaute. Einbauschränke, Sanitär, Fliesen, Küchenzeilen, Böden. Nicht weil es dein Leben nicht verbessern würde, sondern weil es den Besitz der Vermieterin verbessert und sich nicht zurückholen lässt. Wenn eine Wohnung diesen Umfang an Arbeit wirklich braucht, um bewohnbar zu sein, ist die Antwort eine andere Wohnung und keine Renovierung.
Der psychologische Teil
Häng die Bilder auf. Pack die Kisten im Abstellzimmer aus. Kauf die Pflanzen. Der Reflex, leicht zu leben, weil man in achtzehn Monaten umziehen könnte, macht aus achtzehn Monaten sechs Jahre vorläufiges Wohnen. Ein Zuhause fühlt sich dauerhaft an, wenn du dich darauf eingelassen hast, und dieses Einlassen kostet nichts und ist vollständig umkehrbar.
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RaumpaletteFarbe, die zu deinem Licht passtHäufig gefragt
Kann mir für Löcher in den Wänden etwas berechnet werden?
Für Nagellöcher meist nur, wenn sie über normale Abnutzung hinausgehen, und die Regeln unterscheiden sich je Land. Klebende Bilderstreifen umgehen die Frage vollständig und halten erstaunlich viel.
Lohnen sich gute Möbel, wenn ich oft umziehe?
Ja, wenn sie modular oder leicht sind. Massivholzstücke, die sich zerlegen lassen, reisen gut; riesige einbauähnliche Einheiten nicht.
Was tue ich gegen eine schlechte Küche?
Griffe, Licht unter den Hängeschränken, eine Arbeitsplattenauflage und ein gutes offenes Regal. Das sind meist 150 Euro und verändern den Raum mehr, als es die Schränke täten.



