Ressorts · Körper und Kopf

Wohlbefinden

Kraft, Schlaf, Hormone und Ruhe, für eine echte Woche geschrieben. Was die Evidenz trägt und was sie still nicht trägt.

Wohlbefinden ist zu einer Einkaufskategorie geworden, was schade ist, denn die Teile, die wirken, sind größtenteils kostenlos und leicht langweilig. Zweimal die Woche etwas Schweres heben, täglich gehen, zu einer verlässlichen Zeit ins Bett gehen und genug Eiweiß essen schlägt jedes Nahrungsergänzungsregal des Landes.

Wir schreiben über Krafttraining für Frauen ohne pastellfarbene Hanteln, über Schlaf als Zeitplan statt als Produkt, über das, was sich im Körper über die Jahrzehnte ändert und was man dagegen tun kann, und über den Unterschied zwischen Ruhe, die erholt, und Ruhe, die nur aufschiebt.

Wo die Evidenz dünn ist, sagen wir das. Wo eine Ärztin die richtige Antwort ist und nicht ein Artikel, sagen wir das auch, besonders bei Hormonen, Schilddrüse und anhaltender Erschöpfung, die medizinische Fragen im Wellness-Gewand sind.

Das Werkzeug dazu

Ritual-Woche

Zwei Krafteinheiten, ein Spaziergang, eine feste Aufstehzeit und der Rest um deinen echten Kalender gebaut. Hak die Tage ab und sieh den Ring voller werden.

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Häufig gefragt

Werde ich vom Krafttraining massig?

Nein. Sichtbare Muskelmasse aufzubauen braucht Jahre bewussten Kalorienüberschusses und geplantes Training. Was zwei Einheiten pro Woche verlässlich bringen, sind Knochendichte, ein funktionierender Stoffwechsel und die Fähigkeit, mit siebzig den eigenen Koffer zu tragen.

Wie viel Schlaf braucht man wirklich?

Sieben bis neun Stunden für fast alle, und der Unterschied zwischen Menschen ist kleiner, als das Internet behauptet. Wichtiger als die Zahl ist die Beständigkeit: dieselbe Aufstehzeit an sieben Tagen.

Lohnen sich Nahrungsergänzungsmittel?

Vitamin D durch die nördlichen Winter, dazu Eisen oder B12, wenn ein Blutbild es sagt. Fast alles andere ist teurer Urin, solange keine Ärztin einen Mangel festgestellt hat.

Was hilft in den Wechseljahren wirklich?

Krafttraining, Schlafhygiene, Eiweiß und ein offenes Gespräch mit der Ärztin über Hormontherapie. Die Evidenz zur Hormonersatztherapie hat sich seit dem Schrecken der frühen 2000er deutlich verbessert, und die Entscheidung ist medizinisch, nicht redaktionell.